Freitag, 5. Dezember 2008

Lukas 24,19-27

Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Werk und Wort vor Gott und em genzen Volk; und wie ihn die Hohenpriester und unsere Obersten zur Verurteilung zum Tod überlieferten und ihn kreuzigten. Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen sollte. Doch auch bei all dem ist dies heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist. Aber auch einige Frauen von uns haben uns außer uns gebracht: Am frühen Morgen sind sie bei der Gruft gewesen, und als sie seinen Leib nicht fanden, kamen sie und sagten, dass sie auch eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagen, dass er lebe. Und einige von denen, die mit uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und trägen Herzens, alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn selbst betraf. (Lukas 24,19-27)

Gedanken zum Lukas-Evangelium
Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus haben der Auferstandenen nicht erkannt, als Er sich ihnen anschloss. Und so erzählen sie ihrem Begleiter von ihren enttäuschten Hoffnungen. Der Herr fühlt ihre Liebe zu ihm und ihren Schmerz. Und Er kommt ihnen zu Hilfe, indem Er ihnen ,,in allen Schriften" des Alten Testaments die Prophezeiungen zeigt, die ihn, den Messias, betreffen. Er erklärt ihnen, wie schon darin geweissagt ist, dass der Christus erst leiden und sterben, aber dann in Herrlichkeit erscheinen würde. - Ja, Jesus wird einmal ,,Israel erlösen". Aber zunächst hat Er nach Gottes Plan durch seinen Sühnungstod für alle, die an ihn glauben, die Erlösung von den Sündem bewirkt.

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